venerdì 27 gennaio 2017

Vorher wissen

Ich habe einmal einen Soziologieassistenten kennen gelernt, der gab an, seine Doktorarbeit schon fertig "in der Schublade" zu haben. Kurz vor Ablauf seines Vertrages als Assistent (WiMi) wolle er einen Antrag auf Promotionsförderung stellen, erklärte er, welcher ihm, der "alle Punkte dafür" gesammelt zu haben glaubte, weitere drei Jahre friedlicher Forschung garantieren würde. 

Die Förderer würden überzeugt sein, eine Promotion zu ermöglichen, während der junge Mann in Wirklichkeit schon an seiner Habilitation arbeitete. Dann werde er, so seine Planung, alles ganz schnell hinter einander einreichen und veröffentlichen. "Das gibt Punkte", erklärte er mir. 

Etwas Ähnliches geschieht heute bei der Graduierten und Forschungsgemeinschafts-Forschung. Zunächst braucht man einen zehnseitigen Entwurf, dann darf man sich vorstellen. Und wenn man drin ist? Dann "verständigen" "die XZY-Mitglieder sich in einem ausführlichen internen Teil über die Zusammenarbeit wie auch die zentralen Veranstaltungen und Publikationen der folgenden Jahre". Die wissen natürlich schon, was sie in den folgenden Jahren veröffentlichen werden. Wenn sie es nicht wüssten, gäbe es kein Geld dafür. Irgendwie logisch.

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