Beim Übergang von der handwerklichen zur industriellen Produktion büßen Arbeiter und Produkte etwas ein. Die einen ihre Handwerkskunst, die nicht mehr gebraucht wird, die zweiten ihre Vielfalt. Dem kann man auch nachweinen. Dafür geht aber jetzt alles schneller und billiger, denkt man.
Wenn nun allerdings ein ostfriesischer Möbelfabrikant seine Plüschsessel auf Bullerbü und im Takkatukkaland herstellen lässt, dann tut er gut daran, seinen Käufern zu garantieren, dass seine Sitzgelegenheiten, wenn sie auch nicht gleich sind, doch so aussehen und sich auch gleich anfühlen, wenn ein erwartungsfroher Käuferpopo sich darauf niederlässt. Der Ostfriese braucht Qualitätskontrolle.
Nach Bologna sollte an unseren Universitäten alles schneller und billiger gehen, aber aufpassen muss man da natürlich auch. Deshalb haben wir nicht nur überall anonyme Studenten-Evaluationen, als ob menschliche Feigheit noch gesamteuropäisch befördert werden müsste, sondern auch eigene Abteilungen für, und das heißt wirklich so: Qualitätskontrolle. Jede Menge feste Stellen. Die kosten ihr Geld.
venerdì 3 marzo 2017
Oh Bologna
Es gibt ein Bid von Rembrandt, da schwören die aufständischen Bataver in einem Licht, das sichtlich vom Feuer stammt. Die Schwerter gekreuzt, sitzen die Männer, jung und alt, auf der einen Seite des Tisches. Auf der anderen Seite sehen zwei Jungs zu, dessen rechter auf derselben Höhe wie der Schwörende mit Krone steht. Gegenwart und Zukunft sind hier vereint. Daraus wurde dann nichts, aber das ist eine andere Geschichte.
Ähnlich würde ich mir gern das entscheidende erste große Treffen zur Bologna-Reform vorstellen. Der Unterscheid besteht darin, dass da niemand unter vierzig dabei war. Denn diese Bildungs- und Tourismus- und Sport-Minister und deren Helfer waren naturgemäß nicht am Vortage aus dem Ei gekrochen.
Die deutschsprachigen Vertreter:
Caspar Einem, 51
Wolf-Michael Catenhusen, 54
Ute Erdsieck-Rave (Canto nel mondo), 52
Der Niederländer Loek Hermans, junger Wildfang allein, war erst 48.
Diese Leute hatten seit 25 Jahren keine Universität mehr von innen gesehen. Nur von außen, vom tröpfelnden Geldhahn, an dem sie saßen.
Ähnlich würde ich mir gern das entscheidende erste große Treffen zur Bologna-Reform vorstellen. Der Unterscheid besteht darin, dass da niemand unter vierzig dabei war. Denn diese Bildungs- und Tourismus- und Sport-Minister und deren Helfer waren naturgemäß nicht am Vortage aus dem Ei gekrochen.
Die deutschsprachigen Vertreter:
Caspar Einem, 51
Wolf-Michael Catenhusen, 54
Ute Erdsieck-Rave (Canto nel mondo), 52
Der Niederländer Loek Hermans, junger Wildfang allein, war erst 48.
Diese Leute hatten seit 25 Jahren keine Universität mehr von innen gesehen. Nur von außen, vom tröpfelnden Geldhahn, an dem sie saßen.
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