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Ein Südseekönig, dessen Schwärze hier nicht zur Rede steht, hat kürzlich die Gründungserklärung einer deutschsprachigen Akademie unterzeichnet. An dieser, wie es da heißt, Schule solle Deutsch gesprochen und geschrieben werden, und zwar, das ist der erste Artikel, keinesfalls besser als anderswo, sondern nur, das ist Artikel zwei, "in aller Ruhe".
Um Aufnahme könne sich bewerben, wer ein "Abitur oder etwas Ähnliches" in der Hand habe. Die Schule dauere drei Jahre, man könne sie aber auch zwei- oder dreimal machen, so wie ja auch mein ältester Deutschschüler, ein 94jähriger Journalist namens Giuseppe, zum dritten Mal die Kurse Deutsch 1, 2 und 3 besuchte, was sicher seinen Sinn hatte, oder nicht? Es war ja nicht A1, B1, C1. Überhaupt ist ja die Wiederholung (übrigens auch, wenn sie nicht möglich ist, siehe Kierkegaard) eine menschlich an- und aufheiternde Angelegenheit. Mein Freund Andrea etwa erklärte, nach seiner Lektüre befragt, ja auch, er lese immer dasselbe, immer wieder, nämlich Dante und Ariosto. So viel zum Mehrmalsmachen. Natürlich entgehen ihm dann Dinge. Das gebe ich zu.
Was nun auf der neuen Schule zu lernen sei, wird nicht recht erklärt. Das Schriftstück kommt aus der Südsee und da kennt man offenbar keine Learning outcomes. Evaluationen übrigens auch nicht: wenn einer etwas zu meckern habe, solle er aufstehen und das tun. Das ist aber schon Artikel 6.
"Die Schüler lesen". Artikel 4: "Die Schüler schreiben".
Und dann: "Schüler und Lehrer sprechen über Geschriebenes und Gelesenes".
Artikel 7: "Das ist alles".
Stellenausschreibungen? noch nicht verfügbar. Es heißt bislang nur, Lehrer sollten viel gelesen haben und darüber sprechen und schreiben, können und wollen.