martedì 7 febbraio 2017

Erkenntnis und Literatur.


Je magerer das alles wird, desto mehr Platz gibt es für alle. Neuerdings fragt es sich, welchen Erkenntnisgewinn denn Literatur verspreche und wie sie dazu komme. Kurz: wie erklär ichs meinem Physiker? Heisenberg, hauptberuflich Platoniker, hätte dazu wohl noch etwas zu sagen gehabt, aber heute? Es staunt sich. Heute auch im Fall der Science-Fiction-Literatur. Warum auch nicht. Persönlich bin ich irgendwo zwischen Lukian und Hans Dominik hängen geblieben, aber dass sich jemand mit derlei beschäftigen möchte, kann ja sein. Nur tut man das nicht einfach so, in Lesetreffen oder Gesprächsrunden über Außerirdisches, sondern man sagt eine Konferenz an, in welcher es um die "Erkenntnisqualität von fiktionaler Literatur" geht. Weil wenn was nicht wirklich ist, was steht denn dann da drin und warum soll man das lesen? Es sei, so schreibt es, "vorgeschlagen worden, Literatur als eine Art Gedankenexperiment aufzufassen", und dieser Gedanke sei "anhand konkreter literarischer Beispiele gewissermaßen ›auszutesten‹: Die ReferentInnnen werden ein literarisches Werk vorstellen und im Sinne eines Gedankenexperimentes rekonstruieren. Was wäre das Erkenntnisziel eines solchen Gedankenexperimentes?" Tja, was? Hat der "Planet der Affen" uns etwas zu sagen? Das testen wir mal aus. 

"Auf diese Weise soll erreicht werden, dass nicht nur, wie es im Bereich der Literaturphilosophie häufig der Fall ist, über Literatur, sondern tatsächlich mit Literatur philosophiert wird". Da wird einem leicht schwindelig vor rasender Neuheit.