venerdì 17 marzo 2017

Mediale Reflexion

Da schreibt einer so was und wird nicht mal krank davon, soweit uns zu wissen gegeben ist, um das mal italienisch auszudrücken.

"Gesellschaftliche wie individuelle Anwendungspraxen digitaler Medien wie auch die Reflexion dieser Prozesse basieren auf zeichenbasierter, medialer Kommunikation". 
Doppelt basiert hält besser, sagt ja auch der Mund des Volkes.

Anwendung wie Reflexion, welche wohl abseitswärts stattfände wie so ein Frühlingsregen, also irgendwie nicht-medial? aber basierend auf Medialem, wie? Da teilt ein Schmöck die Welt auf in Anwendungen, vermutlich Zwecke derselben, Medien und Reflexion und reißt am Ende so eines Satzes die Augen auf: es hängt ja doch, als medial, irgendwie alles zusammen! 

Und nun? "Aus dieser Perspektive", so betrachtet, "bieten sich im Rahmen der technologischen Entwicklung", Computer und so, "auch neue Möglichkeiten, um Medienkompetenz herzustellen und abstrakte Sinnzusammenhänge begreifbar zu machen". 

Da lacht das Ministerium und der Kulturrat klatscht sich glücklich aufs Bäuchlein. Medienkompetenz herstellen. Na klar, da geben wir Geld für. 

Student Evaluations oder Länderspiegel

Am Ende eines jeden Kurses geht ein Gespenst um, auch in Europa, das Gespenst der Evaluation. Ein jeder Student oder Kursteilnehmer soll Rede stehen, Antwort geben auf die Frage: "Wie war´s?" 

Was mit den bei dieser Gelegenheit namenlos abgegebenen oder auch abgelassenen Bemerkungen geschehe, hängt vom Land der Veranstaltung ab. 

In Italien etwa pflegen diese papiernen Zeugnisse einfach zu verschwinden. Die haben da ja Orte für solche Dinge, finstere Keller, modrige Grüfte, staubverwebte Archive. Anderwärts werden sie einfach dem Lehrer kommentarlos zugesandt. In Deutschland macht man da nicht viele Worte. Könnte auch sein, dass ganz böse Bewertungen irgend welche Folgen hätten. Man erzählt da so etwas. Recht glauben mag ich es nicht.  

Wieder gibt es Orte, da findet sich der Kursleiter oder Lehrende, oder Professor oder was es sei, in kalten Räumen zauberischer Gebäude einem Preside oder Head of Department gegenüber, gegebenenfalls auch einem herrschsüchtigen Gnom oder wissensbeladenen krummen Hexenmeister und hat seinerseits Erklärungen abzugeben. 

Was nun da erörtert werde, ist nicht bekannt. Vorschlagen würde ich für solche Fälle die Betrachtung der Herkunftsländer der Studenten. 

Handelt es sich um Niederländer, wird die Durchschnittsbewertung in Punkten bis etwa 3,9 auf fünf vorstoßen. Der Rest ist Gemecker über Organisationsmängel. Hätte der Lehrende nicht gleich zu Beginn den Perfekttest vom 27. Dezember ankündigen können? Man komme da ja ganz durcheinander und könne die Sommerferien nicht recht genießen. 

Italiener sind, wenn einer sie nicht geärgert hat, was sie si legano al dito, meistens freundlich, auch immer noch nicht recht daran gewöhnt, den Lehrer zu bewerten, und der Durchschnittswert dürfte bei 4,5 auf fünf liegen. 

Am liebsten sind mir persönlich Koreaner und andere freundliche Menschen, oder Amerikaner, welche im Begeisterungsfall tatsächlich absolutely begeistert sind und da kommt einer ganz nah an fünf heran. 

So viel für heute zum Interesse an Evaluationen. Früher nannte man so etwas Völkerkunde, heute gibt es neue Namen dafür, welche vermutlich Wörter enthalten wie World, Anthropology, Cultural und in gewissen Umständen auch per la comunicazione

Nun wird da wieder jemand kommen und sagen, dies seien Stereotype. Das ist richtig. Er sollte aber bitte nicht behaupten, damit sei ein Argument ausgesprochen. 

Hier war nicht von Klassen die Rede, also von Sätzen der Art "Alle x für die gilt, sie sind Deutsche, sind ..", sondern von Typen, nämlich das, was ich an andern je als soleherart dergestalt wahrnehme, und nur hoffen kann, das habe nicht Heidegger gesagt. 

Mit Typen arbeitet unsere Wahrnehmung. Wenn ich im Zug über die italienische Grenze fahre und plötzlich alle Welt ins Telefon schreit, als traue da keiner der Wellenübertragung, dann freue ich mich dergestalt ganz außerordentlich über diese Südländer als solche.