venerdì 24 marzo 2017

Tümpelträume

In Esch bei Pesch bei Köln, wo ich auch einmal gewohnt habe, hinter Longerich, da gab es mitten im Dorf, gleich gegenüber dem Brachland, auf dem bald weitere Einfamilienhäuschen wachsen, oder eher, wo solche hingewürfelt würden, einen recht tief liegenden Tümpel, also in den reinfallen war zu vermeiden, von dem erzählt wurde, er sei Überbleibsel eines Rheinarms, welcher vor langer Zeit vom Hauptfluss bis dorthin gelangt habe, als unsere Verbindung zur Loreley und zum Schatz der Nibelungen.

Das Loch da hat man dann zugeschüttet und einen Parkplatz darauf angelegt. Die Träume schießen jetzt nicht mehr hier und da einfach auf und springen auch nicht. 

Sie sind an den Hauptverkehrsweg gebunden, etwas wie einen großen Kanal. 

Solche Hauptkanals- und Kontinentalerfolgsflussträume werden heute in Universitäten gepflegt und angefeuert. Manchmal werden sie auch wahr, und sind dann wahr, meistens eher nicht, und dann sind sie es nicht, und das ist, so viel ist klar, jedenfalls alles. 

So ist das, wenn es nur immer geradeaus gehen soll.