mercoledì 9 agosto 2017

Esel sein

Unser Freund Galiani hat ja bei folgendem mitgeschrieben:

ROSA Ma dimmi, arcipazzissimo, tu come insegni ad altri filosofia, se appena sai di leggere? 
TAMMARO Appunto perché sono una bestia solenne, io son filosofo. Chi fu Socrate? un asino.

Rosa: Aber sag mal, du Erzbekloppter, wie bringst du den anderen Philosophie bei, wo du kaum lesen kannst?
Tammaro: Gerade deshalb, weil ich solch ein Vieh bin, bin ich Philosoph. Wer war denn Sokrates? Ein Esel. 

Vielleicht wäre damit zu beginnen? 

Wachsein, da sein

Wachet auf, ruft uns die Stimme, und es ist ein lutheranischer Gesang. Anderwärts singt man offenbar anders und feiert etwas wie Dödeligkeit, wenig Schlaf oder Haschisch und versteht nicht, was unsereiner mit diesem dauernden Ausgeschlafensein denn anzufangen glaubt. Unter Umständen bekanntlich auch gar nichts, denn anziehend an diesem Wachtun und -leben ist ja vor allem das süße Einschlafen oder -schlummern, wenn der Mond aufgegangen. 

Vielleicht hat dieses Wachheitswünschen aber auch damit zu tun, dass unsereins etwas zu verbergen hätte? vor sich selbst? Wenn die eine Seite sehr stark ausgeleuchtet ist, liegt die andere in undurchdringlichem Dunkel. Es bleibt da nichts Graues oder Trübes, nur hell hier und nicht da da.

So syrische Studenten, um von Bekanntem zu sprechen, kommen morgens bekanntlich gern etwas verspätet und geben auf die Frage, wie es denn gehe, bedächtig eine Antwort wie: "Nur drei Stunden geschlafen", um dann in der Pause noch ein Gramm etwas draufzurauchen. So ein unsriger hat da als Kind gelernt, dass das nicht gehe, da er morgens wach in der Schule zu sitzen habe, womöglich aber eben nur, um dort nichts Trübes zu denken.